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Dominikanische Republik spürt das Haiti-Erdbeben
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Katastrophe mit großem Ausmaß - Tote und Verletzte |
Santo Domingo / Port-au-Prince 12.Januar 2010 gmm In der Hauptstadt von Haiti, Port-au-Prince, hat sich gestern Nacht ein schweres Erdbeben ereignet. Laut einem TV-Bericht stürzten der Präsidentenpalast und viele andere Gebäude ein. Mehrere Ministerien, das Parlament, Universität und Schulen sind beschädigt. Das Erdbeben war auch in der Dominikanischen Republik spürbar. Berichte über dortige Schäden liegen noch nicht vor.
Ein Reuters-Reporter aus Port-au-Prince: „Alles zitterte und bebte. Menschen haben geschrien. Häuser stürzten ein. Es herrscht das totale Chaos.“ Zahlreiche Bürger versuchten verzweifelt, Verschüttete aus den Trümmern zu befreien. Tote und Verletzte sind zu beklagen.
Der haitianische Botschafter in den USA, Raymond Joseph, äußerte in einem Interview die Befürchtung, dass dieses Erdbeben in seiner Heimat Haiti eine „Katastrophe von größeren Ausmaßen“ ist. Haiti ist das ärmste Land in des westlichen Hemisphäre. Mehrere Regierungschefs, darunter US-Präsisdent Obama, versprachen Hilfe für Haiti. +++ Nachtrag: Schon kurz nach dem Beben in Haiti hat es in dort gewaltige Nachbeben gegeben (bisher wurden über 30 registriert). Auch in den kommenden Wochen und Monaten werden weitere Nachbeben erwartet. +++
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Lesermeinungen |
Gerd, (Cabarete, ), 12.01.2010, Die Politik tragen Alleinschuld Die verkommenen, nichtsnutzigen Politiker der Welt sind die alleinigen Schuldigen solcher Katastrophen. Sie konnten sich ja jüngt auf keinen Umweltkompromiss einigen. Die Welt wird zerstört und sie antwortet auf diese Weise wie in Haiti. Abholzung der Wälder in größtem Ausmaß lassen die Erde errodieren und führt zu Erdbeben. Ich fordere: Steckt die Politiker, die dies zulassen, in den Knast!
Uschi, (Samana, ), 13.01.2010, Bin erschüttert und traurig! Das Schlimme daran ist, dass es immer die Ärmsten der Armen trifft. Sie liegen schon am Boden und kriegen immer noch einen drauf. Wo ist Gott?
Hans, (Sosua, ), 13.01.2010, die verblödeten Regierungschefs.... ..... sollten in der Tat dafür büssen. Ich wünsche mir vier weitere empfindliche Erdbeben, und zwar direkt unter dem Kanzleramt (wenn die Ossi-Kuh anwesend ist), unter dem Kreml (wenn Putin anwesend ist), unter dem chinesischen Regierungspalast (wenn die obersten Funktionäre anwesend sind) und unter dem Senat / Kongress in den USA (wenn die Republikaner anwesend sind), also nicht unter dem weissen Haus (denn Obama würde ja gerne etwas ändern, wird aber von den Reps im Kongress / Senat blockiert). In London und Paris könnte es auch passieren. Das wäre dann ein Freudenfest. Es träfe mal die Richtigen.
Manni, (Öhringen, ), 13.01.2010, wie unsachlich Muß mich wundern, was hier von sich gegeben wird.
Kann mich nur mit der Meinung von Uschi identifizieren.
Lieber Gerd, Abholzungen sorgen sicher für Erosionen, aber nicht für Erdbeben.
Ludwig, (Santo Domingo, ), 13.01.2010, Einfach auch mal helfen Haiti Needs Your Help ,
Please Donate to the Red Cross
http://newsroom.redcross.org/2010/01/12/disaster-alert-earthquake-in-haiti/
Klaus, (Lima, ), 15.01.2010, Haiti und "Nachbarland" Nun ja, da ist aus der benachbarten Dominikanischen Republik einiges nach Haiti transportiert worden, ein paar LKWs und Bulldozer auch (sehr wenige), und am ersten Tag nach dem Beben gab es Fotos in der dominikanischen (!) Presse, wie hilfsbereit das Nachbarland sei.
Und der Staatsmann Leonel Fernandez hat mit dem Staatsmann Barack Obama konferiert (?) wie es in der dominikanischen Presse heißt.
Angesichts dieser unvorstellbaren Katastrophe in Haiti hätte sich die Dominikanische Republik ganz anders positionieren können: es gibt einen Bauboom im Lande, tausende von Maschinen könnten unterwegs sein über bestens von Santo Domingo nach Puert-au-Prince ausgebaute Fernstraßen. Kräne und schweres Gerät, z.B. aus den mondänen dominikanischen Feriengebieten Casa de Campo oder Cap Cana, um die Betonplatten über den verschütteten Haitianern anzuheben solange die noch leben, tausend Bulldozer und anderes Gerät hätte man auf einfachem Landweg schicken können (allein das Bergbau-Unternehmen Falconbridge Dominicana verfügt über mehr als 250 schwere Räum-Maschinen) und anderes mehr.
Ausgezeichnete medizinische Ausstattungen gibt es in Santo Domingo, Kliniken nach US-Standard auch; tausend dominikanische Ärzte könnten am ersten Tag nach dem Beben über Land in 7 oder maximal 8 Stunden in Port au Prince sein.
Nichts dergleichen. Das Land, das seit Generationen und jedes Jahr neu sich Millionen billigster Haitianischer Arbeitskräfte auf dem Bausektor und in der Landwirtschaft (Kaffee, Zuckerrohr, Baumwolle, Kakao und die gesamte dominikanische Gemüse- und Blumenproduktion) bedient, hat bislang total versagt. Wohl wissend, dass da ja bald aus 10.000 km Entfernung europäisches Hilfspersonal, Ärzte "ohne Grenzen", Tonnenweise Geräte, eingeflogen werden. Wie stets bei periodisch autretendem Hurrikan in der Dominikanischen Republik. Und bestes Trinkwasser gibt es zuhauf in der nahen dominikanischen Republik, das nun dringendst fehlt in Haiti und derzeit eingeflogen wird. Aus den USA.
Wieviele tausend Dominikanische Jugendliche aus medizinischen Fakultäten, wieviele junge dominikanische Krankenschwestern, wieviele jugendlliche dominikanische Freiwillige sind derzeit in Haiti? Wahrscheinlich weniger als junge europäische oder Helfer (Peace Corps) aus den USA, aus Brasilien auch. Brasilianer genießen in Haiti einen sehr guten Ruf, oft sieht man brasilianische Flaggen, und Brasilien stellt den größten Teil der UN-Schutztruppe, und die die brasilianische Ärztin Zilda Arns, Schwester des berühmten ehemaligen Kardinals von Sao Paulo Dom Paulo Evaristo Arns, ist beim Erdbeben in Haiti umgekommen.
Und der Dominikanische Jugendminister hatte gestern nichts andereres zu tun, als der staunenden Presse mitzuteilen, dass "aus gegebenem Anlass" leider ein regionaler Jugendpreis nicht vergeben werden könne. Man muss sich mal diese widerlichen Fotos im dominikanischen "Listin Diario" dazu ansehen.
Ein einziger Skandal, dass die vergleichsweise reiche Dominikanische Republik nicht Seite an Seite mit dem Volk steht, das seit 25 Jahren zum wirtschaftlichen Aufstieg des Landes so ganz erheblich und stets ausgebeutet beigetragen hat.
Präsident Leonel Fernandez und angeblich Bewunderer und Freund des brasilianischen und auch des haitianischen Präsidenten, hat die Chance auf einen Friedensnobelpreis auf immer und ewig vertan, zu dem ihn seine Vasallen zweimal vorgeschlagen hatten, auch welchen Gründen auch immer.
Er hätte per Gesetz Fahrzeuge, Gerätschaften, Personal requierien können, dem Nachbarland effektiv, nachhaltig und menschenwürdig zur Seite zu stehen.
Die reichen Dominikaner und viele Unternehmer hätten sich wahrscheinlich beschwert, zumal sie wie beim Hurrikan Georges 1998 ihre Hubschrauber und ihre Baumaschinen wohlbehütet bewahren, und vielleicht ihn bzw. seine "Partei" nicht wiedergewählt, aber die dominikanische Regierung hätte der Welt ein glaubwürdiges und nachhaltiges Zeichen einmaliger internationaler Solidarität gesetzt.
mariposa, (Hamburg, ), 18.01.2010, es ist noch schlimmer, Klaus der Gründer von Haiti Care erzählte uns soeben, daß seine Mitarbeiterin vor Ort, die mit sieben verletzten Kindern, die sie aus dem Waisenhaus von Carrefour-Feuilles retten konnte, an der Grenze 1.200 US Dollar an die korrupten Grenzer zahlen mußte, damit man sie ins Land läßt und sie die Kinder in dominikanischen Krankenhäusern unterbringt.
Ich kann ja noch verstehen, dass ein Entwicklungsland wie die DR überfordert ist mit so einer Katastrophe im Nachbarland. aber dass sich die Grenzpolizisten selbst jetzt noch daran bereichern, kann ich nicht fassen.
Hiermit ist die Dominikanische Republik für mich entgültig und für immer gestorben.
Klaus, (Lima, ), 18.01.2010, Endgültig gestorben....? Mariposa, bei allem Respekt vor Deinem Zorn: dass sich dominikanische Grenzpolizisten, Politiker, Unternehmer, und auch viele "normale Durchschnittsmenschen" am Elend von Haitianern bereichern, ist ja nichts Neues und hat mit dem Erdbeben nichts zu tun. Und für viele Dominikaner sind Haitianer eben bessere Halbmenschen. Die Lektüre von Leserbriefen in der dominikanischen Presse, z.B. HOY, lässt da derzeit tief blicken. Da wird stellenweise gewütet, Haiti verdiene die derzeitige Unterstützung aus der Dominikanischen Republik nicht, denn "die Haitianer hassen die Dominikaner" und Beispiele aus der Geschicihte werden da hergeholt. Und wer da anderer Meining sei: "que vaya al Carajo" (HOY-Leserbrief v. 17.01.2010)
Aber dass deswegen und wegen des genannten Vorfalls die "Dominikanische Republik endgültig gestorben" sein soll, ist schwer nachvollziehbar. Man / Frau kann ja Beispiele von Solidarität geben, mit Haitianern und mit dominikanischen Mitmenschen....
mariposa, (Hamburg, ), 18.01.2010, Hast ja recht, Klaus. ist auch eigentlich nicht meine Art, für die Untaten von Einigen die ganze Nation verantwortlich zu machen. Tut mir leid. Bei mir liegen die Nerven zur Zeit eben absolut blank. ich wollte am 13. Februar in Petionville heiraten, mein Mann und seine gesamte Familie sind drüben, haben zwar alle überlebt - Danke hierfür - gehen jetzt aber durch die Hölle. und ich sitze hier in Hamburg, kann nicht hin und wenn ich hinkönnte würde meine Anwesenheit alles nur noch schlimmer machen (noch ein Maul zu stopfen, und eine "reiche" Ausländerin im Haus. ich reagiere öfter mal heftig, aber so fertig bin ich noch gewesen. und es ist überhaupt nicht abzusehen, wie es sich nun weiterentwickelt... da kann ich die Tatsache, daß es in der DR "politisch korrekt" ist, auf Haitianer herabzublicken, nicht auch noch ertragen. Natürlich gibt es super liebe und solidarische Dominikaner (bei ihnen möchte ich mich entschuldigen für dn Ausraster heute morgen) und auch Haitianer, die sich bereichern am Elend ihrer Landsleute.
mariposa, (Hamburg, ), 18.01.2010, es ist einfach wie verhext mit Haiti, 2009 war einfach zu schön um wahr zu sein. es war das Beste seit 25 Jahren für Haiti. Kein Hurrikan, keine politischen Unruhen...sogar ein bisschen "Aufschwung". Du wirst die Entwicklung dort ja auch verfolgt haben und kannst nachvollziehen, wie optimistisch wir waren. ich war gerade erst im Oktober/November 4 Wochen vor Ort und es ist, als sei es gestern gewesen. Und jetzt steht nichts mehr - gerade im Süden, dem es ja noch etwas besser ging als dem Norden. Für jeden Schritt, den Haiti vorwärts macht, kommt eine Katastrophe und wirft das Land wieder etliche Schritte zurück. wie lange noch....Daß die Dominikaner es auch nicht gerade leicht haben, weiß ich, und ich wünsche ihnen auch weiterhin alles Gute.
Ralf, (30826 Garbsen, ), 19.01.2010, Klaus, bravo für Deinen Beitrag, endlich mal ein vernünftiger und vor allem fundierter Beitrag zu den Gegebenheiten vor Ort.
Mein Bruder ist gerade vor Ort (THW) und ich kann Deine Stellungnahmen voll bestätigen. Die DR hätte durch schnelle und unbürokratische Hilfestellung (insbesondere zur Verfügung stellen von Infastruktur) viel Leid verhindern und lindern können. Ich habe selber 8 Jahre in der DR gelebt u. gearbeitet (für die GTZ) und so traurig wie es klingt, leider nichts anderes erwartet. Von daher sind die Beiträge hierzu von den Vorgängern mehr als unpassend, gerade die hier vertäufelten Nationen sind als wichtige Helfer vor Ort und riskieren ihr Leben. Ich hoffe für diese gebäutelte Nation, dass trotz dieser Katastrophe hieraus eine Chance zum Wiederaufbau (nicht nur Gebäude sondern auch staatliche u. soziale Strukturen) erwächst. Vielleicht sollte mal in Sosua ein Erdbeben (in den Köpfen:-)) die Gedankenwelt zurecht rücken.
Ich wünsche dem Volk, allen die Helfen in Haiti, alles erdenklich Gute bei der Bewältigung dieser Katastrophe und ich werde versuchen einen Beitrag dazu zu leisten.
Hans, (Sosua, ), 20.01.2010, Auch ich kann Klaus nur beipflichten.... ...aber nicht ohne festzuhalten und zu wiederholen, dass ich den unfähigen, verblödeten,nichtsnutzigen Regierungschefs in aller Welt unter ihren Regierungsgebäuden ein solches Erdebeben wünsche. Nicht weil ich ihnen Böses wünsche, sondern damit diese Penner einfach mal aufwachen und die Probleme der Welt kennenlernen.
donpedro51, (La Union, ), 30.01.2010, Mariposa.... da kommen mir ja ccht die Tränen Wieder so ne Deutsche, die im eigenen Land keinen Mann abbekommt. Da fährt sie halt ins tiefste Afrika und läßt es sich dort gratis besorgen. Ist ja echt beschämend, traurig traurig traurig.............
donpedro51, (La Union, ), 30.01.2010, hatte ja den Hans janz vergässe zu erwähne....... Sie doch froh, dass dir die Ossi-Kuh deinen Sozialhilfesatz über die Botschaft auszahlt. Wenn man diese deine undefinierbaren Zeilen ließt, packt einen die blanke Wut. Fazit, es träfe mal den Richtigen, wenn dich der Blitz beim scheißen träfe, ho ho ho
mariposa, (Hamburg, ), 21.02.2010, Oh la la Donpedro, und was hat Dich denn in die RD verschlagen... ... haste im eigenen Land keine Frau abbekommen (das duerfte mit Deinem Niveau allerdings auch in der RD schwierig werden - aber mit entsprechend Kohle haste vielleicht ne Chance, nicht aufgeben!) - oder hat Dir kein anderes Land mehr Asyl gegeben?
Wie auch immer, ich war gerade 10 Tage bei meiner Familie im "tiefsten Afrika", wie Du es nennst, das sich zum Glueck auch hiervon nicht unterkriegen laesst. Ayiti pap mouri!
Und immerhin ist RD's Nachbar von einer Plage bisher verschont geblieben - naemlich vor dummfrechen deutschen Residenten wie Dir. Toi, toi, toi, dass das so bleibt.
mariposa, (Hamburg, ), 21.02.2010, ach, und was das "tiefste Afrika" betrifft, muss ich Dich doch nochmal daran erinnern, dass auch ziemlich viele Dominikaner afrikanische Vorfahren haben. da hilft auch keine aufhellende Hautcreme, die macht sie auch nicht zu Tainos oder gar Spaniern...
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