Santo Domingo 26.Februar 2010 gmm Der gestürzte Präsident von Honduras, Manuel Zelaya ist in seiner Heimat wegen Amtsmissbrauchs angeklagt. Zelaya (Foto) geniesst in der Dominikanischen Republik Exil. Ihm wird vorgeworfen, eine Millionensumme illegal in die Kasse seines seinerzeitigen Präsidentenamtes geleitet zu haben. Mitangeklagt sind der ehemalige Finanzminister und der frühere Leiter der Präsidialkanzlei in Tegucigalpa.
Zelayas Sturz hatte eine Staatskrise in Honduras ausgelöst (wir berichteten). An seine Stelle trat der konservative Politiker Porfirio Lobo. Die meisten Regierungen in Lateinamerika haben den neuen Präsidenten nicht anerkannt, weil nur Zelaya der rechtmäßige Präsident des mittelamerikanischen Staates sei.